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Startseite  >  Pressemitteilungen  >  SGD Süd genehmigt Bau der Vorentsäuerungsanlage Vogelweh

SGD Süd genehmigt Bau der Vorentsäuerungsanlage Vogelweh

Wie Vizepräsident Willi Tatge mitteilt, hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion  Süd den Stadtwerken Kaiserslautern (SWK) die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Vorentsäuerungsanlage für Trinkwasser mit dazugehörigem Speicherbehälter auf der Vogelweh erteilt. Die Anlage dient der Vorbehandlung der Rohwässer aus den ehemaligen US-Tiefbrunnen vor ihrer Aufbereitung im Wasserwerk Einsiedlerhof des Zweckverbandes Wasserversorgung Westpfalz (ZWW). Die Kosten für den Bau der Vorentsäuerungsanlage mit Speicherbehälter belaufen sich insgesamt auf 1 645 Millionen Euro.

Aufgrund des hohen Kohlensäuregehalts müssen die Rohwässer aus den ehemaligen vier US-Tiefbrunnen vor der Endbehandlung vorentsäuert werden. Hierzu ist eine Anlage zur physikalischen Vorentsäuerung vorgesehen, in der mittels Lufteintrag in einen Reaktionsbehälter die freie Kohlensäure aus dem Rohwasser ausgetrieben wird. In der Anlage können circa 400 Kubikmeter Rohwasser pro Stunde behandelt werden, wobei die Kohlensäure um circa 60 Prozent von 39 Milligramm pro Liter auf 16 Milli-gramm pro Liter reduziert wird. Das vorbehandelte Wasser wird in zwei Wasserkammern von je 200 Kubikmeter zwischengespeichert. Über den Speicherbehälter wird auch die Löschwasserversorgung der US-Liegenschaft sichergestellt.

Die SWK und der ZWW sind die beiden bedeutendsten Wasserversorgungsunternehmen in der Region um Kaiserslautern und bilden seit Mai 2006 zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Wasserwirtschaftsverwaltung, weiterer Fachbehörden und Fachbüros den Arbeitskreis Grundwasserbewirtschaftungskonzept Kaiserslautern. "Der Arbeitskreis hat sich zum Ziel gesetzt, für die Region Kaiserslautern ein Konzept für eine zukunftssichere, ökologisch sinnvolle und ökonomisch vertretbare Bewirtschaftung der Ressource Grundwasser zu erarbeiten", erläutert Tatge. Im Dezember 2010 wurde vom Arbeitskreis die Broschüre Grundwasserbewirtschaftungskonzept 2030, Raum Kaiserslautern, herausgegeben.

"Maßgebliche Voraussetzung für die Sicherstellung der Wasserversorgung bis zum Planungshorizont 2030 ist die gemeinsame Bewirtschaftung der Trinkwasservorkommen im Raum Kaiserslautern durch die beiden großen Wasserversorger, unter anderem durch die gegenseitige Lieferung von Roh- oder Trinkwasser über Verbundleitungen", so Tatge weiter. Mit der Versorgung der US-Air Force Liegenschaft Vogelweh durch die SWK seit 2007 und dem Erwerb der dortigen Wasserversorgungsanlagen sei es möglich gewesen, das Gewinnungsgebiet Kaiserslautern-West in den Versorgungsverbund einzubeziehen. Zukünftig sollen über die vorhandenen Verbindungsleitungen die Rohwässer aus dem Gewinnungsgebiet Oberes Moosalbtal zusammen mit dem Wasser aus dem Gewinnungsgebiet Aschbachtal im Wasserwerk Rote Hohl und die Rohwässer aus den Gewinnungsgebieten Vogelweh , Hohenecken und Kolbental im Wasserwerk Einsiedlerhof gemeinsam aufbereitet werden.

Datum:06.06.2012

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