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      Gefahrstoffe: Gemeinsamer zentraler Stoffdatenpool des Bundes und der Länder (GSBL)

      Zuverlässige, umfassende und aktuelle Informationen zu Gefahrstoffen und Gefahrgütern sind für viele Bereiche der Gefahrenabwehr und des Umweltschutzes sowie für den Verbraucherschutz von großer Bedeutung. Deshalb wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und den Umweltministerien der Bundesländer der "Gemeinsame zentrale Stoffdatenpool des Bundes und der Länder -GSBL-" aufgebaut. Die im GSBL enthaltenen Daten werden ständig gepflegt und ergänzt. Bereits 1994 wurden hierfür die Weichen gestellt.

      Das Diagramm zeigt die Organisation der beteiligten Stellen, die für den GSBL verantwortlich sind:

      Diagramm der Organisation

      Der GSBL bietet einen breit gefächerten Merkmalskatalog mit ca. 480 Merkmalen. Diese beinhalten neben dem Stoffnamen in mehreren Sprachen Informationen zu chemisch-physikalischen Daten, öko- und toxikologischen Eigenschaften, stoffspezifischen Eigenschaften, gefahrgutrechtlichen und sonstigen rechtlichen Regelungen.

      Die Daten werden durch den Bund und die Länder eingepflegt. Weitere Datenbankinhalte kommen europaweit durch zahlreiche Lieferanten und Kooperationspartner in den Pool. Des Weiteren fließen Daten aus der europäischen Gesetzgebung in den Datenpool ein.

      In der aktuellen Version des GSBL sind ca. 62 000 Einzelinhaltsstoffe (Reinstoffe), ca. 324 000 Komponentenstoffe (Gemische und Zubereitungen), ca. 221 000 Rechtstoffklassen (rechtliche Regelungen) und ca. 13 600 chemische Stoffklassen recherchierbar.

      Der GSBL steht allen Kooperationspartnern zur Verfügung. Neben den Bundes-, Landesumwelt- und Arbeitsschutzbehörden wird der GSBL ebenfalls von Polizeibehörden, als auch Wasserschutz- und Autobahnpolizei oder Feuerwehren genutzt. Auf diesen Datenpool kann nicht jedermann zugereifen; er ist geschützt.

      Die "Public GSBL-Version" ist hingegen für alle frei zugänglich. In ihr sind die Daten, die der Geheimhaltung oder lizenzrechtlichen Ansprüchen unterliegen, ausgeblendet.

      Rheinland-Pfalz engagierte sich von Anfang an in allen Gremien des GSBL und erfüllt seit 1994 die sich aus der Verwaltungsvereinbarung ergebenden Aufgaben durch Mitarbeiter des Landesamtes für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht. Seit dem Jahr 2007 obliegt der Zentralabteilung Gewerbeaufsicht der SGD Süd die Leitung der Projektgruppe für den GSBL in Rheinland-Pfalz. Deren Aufgabe besteht in der Datenpflege, der Betreuung der Anwender sowie der Durchführung von Schulungen und Informationsveranstaltungen zum GSBL.

      Der GSBL ist unter der Internetadresse www.gsbl.de zu finden. Kontakt mit der Projektgruppe kann über die Emailadresse referat21@sgdsued.rlp.de aufgenommen werden.